Dilettantismus + Größenwahn = BZÖ

Parlament/BZÖ/Politik

2012-10-17 / 16:01:38 / FUTUREZONE.at

KURIER: BZÖ klagt Stronach & Co

Utl.: Parteigründer und sein Mitstreiter, Ex-BZÖ-Mandatar Robert
Lugar, unter Verdacht der versuchten Bestechung=

Wien (OTS) – Das BZÖ bringt eine Strafanzeige gegen Frank Stronach
und seinen Mitstreiter Robert Lugar ein. Das berichtet der KURIER in
seiner Donnerstag-Ausgabe. Die beiden sollen BZÖ-Boss Josef Bucher
und seinen Klubkollegen Wolfgang Spadiut und Gerhard Huber Geld für
einen Wechsel in das „Team Stronach“ geboten haben. Das haben Bucher,
Spadiut und Huber heute vor einem Notar eidesstattlich erklärt.
Eingebracht wird die Anzeige von Rechtsanwalt Ewald Stadler wegen des
Verdachts der versuchten Bestechung (§307 StGB). Strafrahmen: bis zu
zehn Jahre Haft. Bucher sagte zum KURIER: „Das ist ein neuer Stil,
wie wir ihn noch nie gesehen haben. Das hat mit Wahrheit und Fairness
nichts zu tun.“ Für Ewald Stadler ist „demokratiepolitisch
unerträglich, was Stronach tut“.

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Rückfragehinweis:
KURIER-Innenpolitik: 01/52100/2649
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OTS0308 2012-10-17/16:01

171601 Okt 12

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Sicher werden Sie, lieber Leser, beim Durchlesen des obigen Textes schon selbst bemerkt haben, dass die sinistren Intentionen, seitens des Über-Drüber BZÖler Bucher, Franky Boy Stronach, aus Rache, der Bestechung (§ 307 StGB) zu bezichtigen, ausgeschnapst und zur Anzeige gebracht durch den RechtsanwaltANWÄRTER Ewald Stadler, nur ein Schuss nach hinten sein kann, also den klassischen Bumerang darstellt, wie ein solcher eben nur, durch vom Größenwahn befallenen Dilettanten, sprich: BZÖlern, produzieren werden kann.

Lassen Sie uns nun, mit juristischer Sorgfalt, gemeinsam, Absatz für Absatz, diesen § 307 des österreichischen StGB auf Anwendbarkeit hin durchforsten:

Bestechung 

§ 307. (1) Wer

1. einem Amtsträger oder Schiedsrichter für eine Handlung oder Unterlassung im Zusammenhang mit dessen Amtsführung (§ 304 Abs. 1),

2. einem Sachverständigen für die Erstattung eines unrichtigen Befundes oder Gutachtens (§ 306),

3. einem Mitarbeiter eines leitenden Angestellten eines öffentlichen Unternehmens für eine auf die pflichtwidrige Vornahme oder Unterlassung einer Rechtshandlung gerichtete Beeinflussung (§ 306a Abs. 1) oder

4. einem gegen Entgelt tätigen sachverständigen Berater für eine auf die pflichtwidrige Vornahme oder Unterlassung eines Amtsgeschäftes oder einer Rechtshandlung gerichtete Beeinflussung (§ 306a Abs. 2)

für ihn oder einen Dritten einen Vorteil anbietet, verspricht oder gewährt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.

(2) Wer einem österreichischen Amtsträger oder Schiedsrichter, einem Amtsträger oder Schiedsrichter eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder einem Gemeinschaftsbeamten außer dem Fall des Abs. 1 im Hinblick auf dessen Amtsführung für ihn oder einen Dritten einen nicht bloß geringfügigen Vorteil anbietet, verspricht oder gewährt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.

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Haben Sie, liebe Leser, was passendes gefunden? Nein? Nicht anwendbar? Kein Aha Erlebnis? Ehrlich gesagt, ich auch nicht. Wie denn auch! Irgendwie war es doch von vornherein Klar, dass wir nicht fündig werden können, weil unter „Bestechung“ im Allgemeinen, aber auch im Besonderen doch ganz was anderes zu verstehen ist, als es vom Ober-BZÖler Bucher, aus Rachsucht freilich, interpretiert wurde.

Also, was sagt der Hauptakteur, Seppi Bucher selbst dazu:

Bucher sagte zum KURIER: „Das ist ein neuer Stil, wie wir ihn noch nie gesehen haben“

Da hat er recht, der Bucher, das hätte sich vor Buchers Zeit niemand gewagt, den Bucher-Stil!

„Das hat mit Wahrheit und Fairness nichts zu tun“.

Da hat er schon wieder recht, dieser Bucher. Gar kein Dummer nicht, der Bucher

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Der Seppi Bucher meint also, soweit ich das verstehe, dass es ein ganz neuer Stil sei, die Konkurrenz, wenn nötig, durch Anlastung erfundener Straftaten, via (mit beabsichtigter, durch Bestechung präparierter) Gerichtsdiener auszuschalten zu lassen, so, wie „wir“ ihn, den Bucher-Stil, noch nie gesehen haben. Naa bumm!

Dass das, was Bucher da macht, mit Wahrheit und Fairness überhaupt nichts zu tun hat, hätten wir auch ohne seiner Beteuerung herausgefunden, finden Sie nicht auch?

Jetzt würd mich noch brennend interessieren, ob es die alleinige Schnaps-Idee von Bucher oder die alleinige Schnaps-Idee vom Ewald Stadler war, oder ob es gar das „GEMEIN“schaftliche Ergebnis Beider war,  dilettantisch ausgeheckt, nach einer feucht-fröhlichen nächtlichen, Schnapslastigen  Zechtour, morgens am gemeinsamen Frühstückstisch? Wo sonst? !

mfg, d ie Wahrheitsfindung

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update: 20.10.2012

Hab ich glatt verabsäumt den Größenwahn zu begründen. OK. Also:

Glauben Sie, lieber Leser, dass es einem Unternehmer, wie Sronach zuzutrauen ist, einer Sprechmachine, namens Bucher 500.000 Euro (in Worten: fünfhunderttausent Euro) zu bieten, nur damit die Sprechmaschine Bucher in das Team Stronach wechselt?

Anders gefragt: Was hat dieser Bucher bereits besonderes für Österreich geleistet, dass eine derart hohe Summe, für einen Top-Unternehmer Frank Stronach nur einigermaßen zu rechtfertigen wäre? Sie sehen und wissen es selbst: Gar Nichts hat Bucher bis dato geleistet für Österreich.

Also waren diese 500.000 Euro, niemals im Bezug auf  die Person Bucher gedacht (Größenwahn lass nach), sondern, wenn überhaupt, im Bezug auf eine allfällige und, bei Einigung zwischen Bucher und Stronach, notwendige  Sanierung des BZÖs (Folder, Plakate, Image, evt. Büroräume usw.)  im Gespräch, was ja alles hinfällig wurde, da Bucher, offensichtlich, sich vehement geweigert hat, die gebotenen Werte, nämlich, „Ehrlichkeit, Fairness und Transparenz“  Vertragsgebunden, als Gebarungsgrundlage anzuerkennen und diese auf das BZÖ übertragen zu wollen, und sich obendrein dieser Gebarung  rechtsverbindlich zu beugen.

Buchers derzeitiges Gebaren sollte uns deswegen hinreichend Unterstützung zur mühelosen Wahrheitsfindung bieten.

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